Ich schmier mir Kirmes aufs Brot // Brandgut

20. Oktober 2019

Warum ohne Frühstück bei mir gar nichts geht, über Sport am Morgen und was das alles mit dem super leckeren Label Brandgut zu tun hat!

Wenn der Tag ohne Frühstück beginnt, dann ist der für mich schon mal gelaufen. Oh Jaja Leser der ersten Stunde wissen das bereits ;) Da könnte das Mittagessen noch so geil sein, ich würde dem Vorgänger kräftig hinterher heulen und wäre verdammt mies gelaunt. Kein Spaß für alle anderen sag ich Euch ;) Ich stehe lieber 30 Minuten früher auf, um dafür noch genügend Zeit zu haben. Mein Kreislauf ist morgens irgendwo im Keller und taucht erst wieder auf, wenn ich was zu essen bekomme.

Ich beneide ja die Leute, die bei frischer Luft und Morgengrauen schon Joggen gehen können. Ist halt super, weil man dann die Bewegung schon vor der Arbeit erledigt hat und die meisten dann mit klarem Kopf und neuen Ideen, die ihnen sicher alle beim Laufen gekommen sind, in den Tag starten können. So zumindest stell ich mir das vor. Jetzt könnte man sagen: "Hey, das kannst Du auch!" Äh - neee. Ich habs probiert. Mehrfach. Auch über einen längeren Zeitraum. Keine Chance. Entweder mir ist beim Laufen schon so übel, dass ich mich mehrmals Übergeben musste oder ich bin danach so erledigt, dass es alles andere ist, als ein super Start in den Tag. Ich könnte danach für Stunden schlafen und bin widerum schlecht gelaunt, weil ich so fertig bin. Mein Körper braucht gefühlt erst mal, was zwischen die Zähne bis er morgens auf Betriebstemperatur hochfahren kann. Und mit vollem Magen läuft sich ja dann bekanntlich auch ziemlich schlecht. Für mich ist das leider keine Option mit dem Frühsport. Ich bin eher der Typ: "Sporteln-nach-dem-Feierabend". Wie ist das bei Euch so?

Viele brauchen ja zuerst einen Kaffee. Ohne den kann kein Tag starten. Sollte man nicht frühstücken, dann ist das zumindest das Erste, was man im Büro macht. Seit 2,5 Jahren habe ich dem schwarzen Gold allerdings abgeschworen. Ich mag den Geschmack zwar unglaublich gerne, aber irgendwie vertrag ich ihn nicht so richtig. Wenn stressige Phasen kommen, dann bekomme ich davon Magenschmerzen. Ich habe es mit unterschiedlichen Sorten, Espresso und anderen Geheimtipps probiert. Funktioniert leider nicht. Irgendwann hab ich dann beschlossen, dass mein Körper mir damit vielleicht was sagen will und es einfach nicht gut für mich ist. Die ersten zwei Wochen waren in der Früh etwas härter so ohne Kaffee. Danach war es kein Problem mehr. Ich glaube, dass ich ohne das braune Pulver vielleicht etwas fitter bin, aber das mag auch Einbildung sein ;) Nachdem ich Tee sowieso in rauen Mengen trinke, beginnt der Tag meist mit einer schönen Tasse grünem Tee und einem Glas Wasser. Es gibt hier auch unendlich viele verschiedene Sorten. Deswegen treibe ich mich auch oft in Teeläden rum und habe da so einen "kleinen" Vorrat zu Hause ;)

Kühl und dunkel lagern und nach dem Öffnen gut (!) vor anderen verstecken.

Brandgut

Was kommt bei mir morgens so auf den Tisch? Pflicht ist ein selbstgebackenes Brot, Frischkäse und dazu einer der zahllosen Marmeladen, die ich übers Jahr selbst mache. Zuckerfrei hin oder her, aber ich kann und will darauf irgendwie nicht verzichten ;) Ein bisschen Genuss muss ja auch sein. Dazu gibts Quark mit Haferflocken und Obst. Mal mit Banane, Apfel, Nektarine oder Weintrauben. Im Winter tausche ich den Quark dann meist gegen ein warmes Porridge. Besonders am Sonntag liebe ich es zu brunchen, während ich in Kochrezepten stöbere oder Magazine durchblättere. Also süß muss schon irgendwie sein.

Ich habe keine Ahnung wie ich genau auf das leckere Label Brandgut aufmerksam wurde, das ich euch heute vorstelle. Plötzlich war es einfach da und wurde zum neuen Renner auf dem Frühstückstisch ;) Leute - ein Aufstrich aus gebrannten Mandeln... ist wie Kirmes auf dem Brot! Das ist einfach himmlisch. Allen, denen ich bis jetzt ein Glas davon geschenkt habe, sind jetzt süchtig. Wenn Ihr jetzt weiterlest, dann kann ich für nichts garantieren, aber es wird so verdammt lecker... =)


Interview mit Meike Grosch und Daniel Thaung von Brandgut

Was habt Ihr vor Brandgut gemacht? Habt Ihr eine klare Arbeitsaufteilung wer was macht oder macht Ihr alles im Team?

Vor Brandgut haben wir beide gemeinsam in einer Werbeagentur als Kreativteam gearbeitet, insgesamt fast zehn Jahre lang. Als wir dann vor fünf Jahren mit Brandgut gestartet sind, hatten wir noch keine klare Arbeitsteilung. Wir wussten ja auch noch gar nicht was da alles an Aufgaben auf uns zukommen wird. Anfangs haben wir uns mit allem immer abgewechselt. Jeder hat Nüsse gebrannt, Gläser etikettiert, Pakete gepackt, oder auch die Buchhaltung gemacht. Im Laufe der Zeit hat sich das dann eingespielt und wir teilen uns die Arbeitsbereiche mittlerweile etwas auf. Das Produzieren der Cremes müssen wir aber ohnehin immer zu zweit machen, das geht alleine gar nicht. Ansonsten sind die Übergänge eher fließend und falls mal etwas Unerwartetes passiert (Urlaub oder Nachwuchs zum Beispiel), kann der andere auch immer schnell einspringen und übernehmen.

Hattet Ihr gleich einen Namen für Eurer Produkt oder war das eher eine längere Geschichte? Wart Ihr Euch einig?

Ha, schön wärs! Wir haben beide wochen- und monatelang gesammelt, unzählige Listen mit Namen vollgekritzelt, etliche Male gedacht: „Das ist es!“, um am nächsten Tag festzustellen, dass es das dann doch nicht ist. Oder auch, dass der Name einfach schon woanders verwendet wird. Wir wollten ja auch einen Namen haben, der zu uns passt. Der simpel ist und eingängig und der alles sagt. So wie BRANDGUT halt :)

Wie kamt Ihr auf die Idee Brandgut herzustellen? Wie viele Versuche hat es bis zur jetzigen Endrezeptur gebraucht?

Das kam ganz einfach aus einem Hobby heraus. Als Gestalter hat man da ja immer so einen Drang in sich hübsche Dinge zu machen, vor allem zu Geburtstagen oder Weihnachten etwas Eigenes zu verschenken. Wir haben immer schon in der Küche gewerkelt, Chutneys, Senfe, Likörchen oder Erdnussbutter kredenzt. Irgendwann war dann mal ein Aufstrich aus gebrannten Mandeln dabei. Der kam dann so gut an, dass wir immer wieder gedrängt wurden das doch mal „richtig“ zu machen. Als wir dann nach viel Recherchiererei (ja, so schreibt man das) festgestellt haben, dass es gebrannte Mandeln in streichfähiger Form (unfassbarerweise) noch gar nicht gibt, mussten wir einfach handeln… Und schon war die Mission „Weltverleckerung“ geboren. D

ie Rezeptur stand eigentlich ziemlich schnell, hat sich im Laufe der ersten zwei Jahre aber immer etwas weiterentwickelt. Da konnten wir auch noch tüfteln und testen, da die Nährwertkennzeichnung noch nicht verpflichtend war. Die Schwierigkeit war zu Beginn dann eher, die Cremes, die wir bisher ja nur zu Hause in unserer Küche gemacht haben, dann auch mit professionellen Geräten hinzubekommen. Wir mussten uns auch erst mal beibringen, wie man überhaupt richtig Mandeln brennt, bislang hatten wir das ja nur amateurhaft in der Pfanne gemacht.

Musstet Ihr irgendeine Art Prüfung machen um Brandgut herstellen zu dürfen? Oft hat ja da z.B. auch die Handwerkskammer ein Wörtchen mitzureden.

Eine offizielle Prüfung mussten wir nicht ablegen. Aber natürlich haben wir für uns gut vorbereitet, einen Businessplan erstellt und ihn von der Handelskammer abnehmen lassen. Wir haben uns mit mehreren kleinen Manufakturen unterhalten und natürlich auch mit sämtlichen Behörden gesprochen. Das alles hat geholfen einen (klitzekleinen) Einblick von dem zu bekommen, was da auf uns zukommen wird.

Habt Ihr für die Produktion eine Küche selbst dementsprechend ausgestattet oder habt Ihr dafür eine angemietet?

Begonnen haben wir in einer kleinen Catering-Küche, in der wir uns eine Ecke anmieten konnten. Da haben wir unseren Mandelbrenner hingestellt und los gings. So mussten wir uns nicht gleich zum Start komplett alles selber anschaffen, hatten eine bezahlbare Miete und konnten erst mal testen, wie unsere Aufstriche überhaupt in der Welt da draußen ankommen. Wir wussten damals auch noch gar nicht wirklich, was wir an Equipment überhaupt alles brauchen werden. Nach drei Jahren war die Küche allerdings viel zu klein und wir brauchten einfach etwas Eigenes.

Unsere eigene Produktion haben wir dann komplett nach unseren Wünschen und unserem Budget ausgestattet. Das ist aber alles noch work in progress und es gibt überall Bereiche, die wir optimieren wollen. Nur fehlt uns meist leider einfach die Zeit dazu.

Was ist jeweils Eure Lieblingssorte und warum? Wie mögt Ihr Euer Brandgut am liebsten: pur oder mit / auf?

Meike: Peacetazie! Ich bin absoluter Pistazienjunkie :) Gern auf Laugenbrötchen oder Baguette und ganz wichtig: immer Butter runter!

Daniel: Meine Lieblingssorte ist ganz klar „Yes, Pe Can!“. Am allerliebsten auf Pfannenkuchen oder als Topping auf Vanilleeis. Das geht immer und zu jeder Tageszeit. Immer wieder mal leicht abgewandelt etwa mit Joghurt oder Obst. Oft aber einfach nur pur drauf :)

Ihr macht das ja schon ein bisschen länger. Welche Stolpersteine gabs in den ersten Jahren? Was lief gut, was eher nicht so?

Hui.. die Stolpersteine gibt’s zum Teil immer noch.. nicht nur in den ersten paar Jahren. Allerdings haben wir alles, was wir gemacht haben, immer vorab gut durchleuchtet, so dass wir meistens wussten worauf wir uns einlassen. Was uns sehr geholfen hat, waren die Gespräche mit den anderen Manufakturen. Wir sind echt dankbar, dass einige sich so viel Zeit genommen für uns haben. Jetzt, da wir selbst drinstecken und auch immer mal um Hilfe gebeten werden, merken wir, dass das oft gar nicht so einfach ist und ganz und gar nicht selbstverständlich.

Mühselig war es dann eher von den Behörden verlässliche Informationen zu bekommen. Oft haben wir die Ämter mit noch mehr Fragen verlassen als wir zuvor hatten, während für unser eigentliches Anliegen scheinbar niemand zuständig war… Oder die Behörden haben sich nicht selten gegenseitig widersprochen. Da hatten wir schon ab und zu ein mulmiges Gefühl, ob wir alles richtig machen. Manchmal blieb dann nur noch die Devise: „Einfach machen. Wird schon werden." Und bisher (toi toi toi) hat auch alles gut geklappt.

Was nascht Ihr am liebsten außer Brandgut? Eher süß oder salzig?

Meike: Tatsächlich am liebsten süß-salzig. Ich mache mir auf Schokolade oder süße Desserts auch immer eine Prise Salz drauf.

Daniel: Hmm.. Schwierig. Das ist recht ausgeglichen! Sowohl süß als auch salzig oder einfach süß-salzig :)

Wie viele Leute haben euch schon bedroht, damit ihr die Rezeptur für eure mega genialen Aufstriche rausrückt? ;)

Hah! Wir wurden schon richtig beschimpft an unserem Stand... „Das ist ja eine bodenlose Frechheit, wie unverschämt gut das schmeckt! Das muss ja verboten werden!“ Das ist natürlich immer das schönste Kompliment und gibt uns Antrieb weiterzumachen. Aber dass jemand wirklich nach unserer Rezeptur gefragt hat, das ist noch nicht passiert. Geben wir natürlich auch nicht Preis. Die Rezepte haben wir in einem Safe in unserem Panzerraum hinter fünf verschlossenen Türen gesichert :)

Was steht bei Euch bzgl. Brandgut gerade so an? Sucht Ihr Mitarbeiter (soweit ich weiß besteht Euer Team ja nach wie vor aus Euch Zweien, richtig?), gibt es Pläne bzgl. neuen Sorten?

Ja, das ist richtig. Im Grunde besteht Brandgut nach wie vor aus uns beiden. In wilden Zeiten haben wir glücklicherweise ein paar helfende Hände aus dem Familien- und Freundeskreis, sonst würden wir das alles gar nicht wuppen können. Aber so langsam müssen wir uns endlich weitere Mitarbeiter suchen, denn wir kommen gerade ganz und gar nicht zu den Dingen, die wir gerne angehen würden. Neue Sorten zum Beispiel. Die sind schon vom ersten Tag an geplant, aber wir haben wohl unterschätzt, wie gut unsere Aufstriche ankommen werden und wie viel Arbeit da drin steckt. Momentan bleibt uns leider absolut keine Zeit und Kraft übrig, die ganzen leckeren Pläne auch umzusetzen. Sie werden aber kommen... versprochen! :)


Wo bekommt man die super leckeren Aufstriche von Brandgut?

Famoserweise könnt Ihr Euch nach Herzenslust im Online-Shop von Brandgut ordentlich eindecken, denn diese Aufstriche haben echte Suchtgefahr. Ich spreche aus Erfahrung ;) Ihr habt die Qual der Wahl zwischen folgenden Sorten:

  • Mandelikat (aus frisch gebrannten Mandeln)
  • Haselgenuss (aus frisch gebrannten Haselnüssen)
  • Erdnuss Muss! (aus frisch gebrannten Erdnüssen - leicht gesalzen)
  • Peacetazie (aus frisch gebrannten Pistazien - mit Meersalz)
  • Cashjuhu! (aus frisch gebrannten Cashews - mit Meersalz)
  • Yes, Pe Can! (aus frisch gebrannten Pekannüssen)

Machen sich auch super als Mitbringsel für einen Foodie. Oder als Geschenk an Euch selbst. Unterm Weihnachtsbaum sollte so ein Glas Brandgut auch nicht fehlen! Im Zweifel nehmt Ihr lieber mehr davon =)

Schlusswort

Seid Ihr Frühstücker oder eher Nicht-Frühstücker? Was darf bei Euch auf dem Tisch nicht fehlen?
Also meine Brandgut Lieblingssorten sind: Mandel, Haselnuss und Pistazie... Hmmm - sooo lecker =)

Liebe Frühstücks-Grüße
Kerstin


Photo Credit: Brandgut

 

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