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Liebe Grüße Kerstin

Zwei Mädels auf Revolutionskurs in Sachen Yogamatte // hejhej-mats

13. Januar 2019

Über die guten Vorsätze im neuen Jahr, meine Beziehung zu Yoga und was das alles mit dem jungen Label hejhej-mats zu tun hat!

hejhej-mats Yoga von Christin Schwarzer Photography

Hello 2019! Auf ein tolles, gesundes und glorreiches neues Jahr allerseits =) Der Blog hat seinen Schönheitsschlaf über den Jahreswechsel beendet und startet jetzt wieder mit genialen Produkten und den Leuten dahinter durch. Weiterhin getreu dem Motto "Support small business", denn die Sachen, die gut laufen und von denen man bis in die Haarspitzen überzeugt ist, soll man ja nicht ändern. Und Ihr so? Vorsätze fürs neue Jahr? Glaube bei den meisten steht sowas wie: mehr Sport, mehr Zeit für mich, mit dem Rauchen aufhören, zuckerfrei leben und die Liste lässt sich sicher noch lange fortführen. Aber braucht man für eine Änderung der Gewohnheiten zwingend ein neues Jahr? Oder kann man nicht einfach den nächsten Tag als Neuanfang betrachten? Jeder Tag hat so viel Potential besser als der letzte zu werden. Deswegen versuche ich mit Oh Jaja jeden Tag die Welt der kleinen coolen Labels, die vielleicht noch nicht so gehört werden, etwas besser zu machen. Wir alle können durch unser Tun ein kleines bisschen was verändern und den großen Riesen ordentlich die Stirn bieten. Vielleicht ist es manchmal anstrengend, aber es lohnt sich! 

Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.

Hermann Hesse

Vielleicht stand auch auf so mancher Liste: Yoga ausprobieren? Oder Ihr seid Ihr schon total addicted? Ich kann nicht behaupten, dass ich darin besonders gut wäre. Auch bin ich bei dem Thema absolut nicht ambitioniert. So Wettbewerbe mit anderen Nerven mich total und nehmen mir unglaublich viel Energie. Wenn, dann muss das Wollen direkt aus mir kommen. Ich kämpfe lieber mit meinem eigenen Schweinehund als mich mit anderen zu messen ;)

Über die gute alte Volkshochschule habe ich mich vor vier Jahren für den ersten Yoga Kurs angemeldet und ich bin dabei geblieben. Ich glaube man muss Glück haben und den richtigen Lehrer erwischen, der irgendwie zu einem passt. Immer öfter packe ich zu Hause auch mal die Matte aus und übe. Natürlich gibt es auch Tage an denen ich mir was Schöneres vorstellen kann als mich halb zu verknoten und nen ordentlichen Muskelkater davonzutragen. Jedoch hat sich der Termin so in die Woche integriert, dass es für mich gar nicht zur Debatte steht das Ganze aufzuhören. Es tut gut sich 90 Minuten mal auf sich selbst zu konzentrieren und den Rest komplett hinter sich zu lassen. Nichts zu müssen, sondern sich einfach darin versuchen. Ohne Erfolgsdruck. Einfach - weil es einem echt gut tut. 

I do yoga so that I can stay flexible enough to kick my own arse if necessary.

Betsy Cañas Garmon

Vor einiger Zeit bin ich über zwei Mädels gestolpert, die auf Revolutionskurs in Sachen Yogamatte sind: Anna Souvignier und Sophie Zepnik. Sie wollten nicht länger auf Plastikmatten üben und entwickelten eine vollständig nachhaltige Variante der unter anderem aus recycelten Materialien besteht, die während der Schaumstoffproduktion anfallen. Hauchdünnes Textilgewebe macht den Schaum stabiler und reißfester. Als Oberfläche wird ein Material benutzt, das auch in der Medizin Verwendung findet. Und das zusammen macht sie aus die hejhej-mat! Ich hab mich super arg gefreut, als die beiden zusagten mir Rede und Antwort zu stehen was Ihr mega cooles Label hejhej-mats anbelangt. Vorhang auf für ganz viel girl power =)


Interview mit Sophie Zepnik von hejhej-mats

Frühaufsteher oder Morgenmuffel. Wann stehst Du morgens auf und was ist das Erste, was Du machst?

Das ist bei uns sehr lustig. Anna ist definitiv ein Frühaufsteher und super aktiv schon früh morgens, während Sophie eher Abends lang wach ist und morgens noch gerne lange im Bett liegt. Als erstes wird bei uns immer erstmal Müsli oder Porridge gefrühstückt, Anna geht mit ihrem Hund spazieren und dann wird gearbeitet.

Ihr habt Nachhaltigkeitsmanagement in Schweden studiert. Habt Ihr eine besondere Beziehung zu Schweden oder wie seid Ihr auf das Land und das zugehörige Studium gekommen?

Wir waren schon immer von Schweden beeindruckt. Nachhaltigkeit spielt hier eine große Rolle, das hat man auch bei dem Angebot von Studiengängen gesehen. Es gab viele verschiedene Master Programme, sodass wir uns hierfür beworben haben. Auch lieben wir das Skandinavische Design und deren Lebenseinstellung.

Was mögt Ihr an Schweden besonders? Was ist anders als hier in Deutschland?

Das Thema Nachhaltigkeit ist dort schon weiterverbreitet als hier in Deutschland und das schätzen wir dort besonders. Die meisten Cafés haben vegetarisches oder veganes Essen und überall wird auf Mülltrennung geachtet und Plastik eingespart. Auch werden Frauen in jeden Situationen ernst genommen, während wir hier in Deutschland besonders in der Wirtschaft und in der Start-up Welt uns schon an der ein oder andere Stelle benachteiligt gefühlt haben.

Woher kommt die große Leidenschaft zu Yoga? Was bedeutet für Euch persönlich Yoga?

Wir haben beide vor mehreren Jahren mit Yoga angefangen und besonders in Schweden unsere Verbindung nochmal intensiviert. Der Winter war dort doch sehr kalt, regnerisch und auch dunkel. Wir haben diese Zeit aber genutzt und eben so viel Zeit wie möglich im Yogastudio verbracht. Für uns ist Yoga etwas ganz besonderes, man nimmt sich Zeit für einen selbst, kann abschalten und entspannen und es gibt einem unheimlich viel Kraft.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen eine nachhaltige Yogamatte herzustellen, die aus recycleten Materialien besteht? 

Die Idee zu hejhej-mats hatten wir in einer Kunstausstellung in Göteborg. Die türkische Künstlerin Pinar Yoldas prangerte Yogis an, denn viele davon denken, dass sie bereits recht nachhaltig leben und üben dann Yoga trotzdem auf einer schädlichen Plastikmatte aus. Anna und ich fühlten uns etwas ertappt und wir wollten für uns und für alle anderen Yogis eine vollständig nachhaltige Yogamatte entwickeln.

Wie viele Anläufe und Zeit hat es für die perfekte hejhej-mat gebraucht? Aus was besteht diese genau?

Wir hatten die Idee im November 2016. Zunächst haben wir noch unseren Master abgeschlossen und dann aber in Vollzeit an hejhej-mats gearbeitet. Es steckt viel Arbeit hinter einer Produktentwicklung. Wir haben viele Prototypen entwickelt und auch mit dem Josephs, einem Innovationslabor des Fraunhofer Instituts, zusammengearbeitet. Diesen Sommer 2018 konnten wir unsere hejhej-mats dann endlich launchen :)

Ihr habt für die erste Produktion Geld über eine crowdfunding Plattform gesammelt. Wie war das so? Wart Ihr Euch sicher, dass die Kampagne erfolgreich wird? Erzählt doch mal!

Crowdfunding war eine sehr intensive Zeit. Es gab Tage, da haben wir überhaupt nicht gezweifelt, an anderen Tagen aber schon. Man steckt viel Arbeit in so eine Kampagne und Crowdfunding ist ein tolles Tool, um Leuten von seiner Idee zu erzählen. Wir haben es erfolgreich geschafft und waren am Ende natürlich super happy und stolz.

Mit Eurem Produkt reduziert Ihr Plastikmüll. Zudem setzt Ihr Euch für bewussten Konsum ein. Was heißt das für Euch? Lebt Ihr nach dem Minimalismus-Prinzip?

Auf jeden Fall. Wir versuchen in unserem Alltag so bewusst wie möglich zu leben. Wir glauben, dass wir alle unseren Lebensstil umstellen müssen und das versuchen wir mit hejhej-mats auch zu verkörpern. Wir möchten, dass Menschen Produkte nur kaufen, wenn sie sie wirklich benötigen – so auch unsere Yogamatte. Zudem sollten wir alle versuchen, möglichst wenig Plastikmüll zu produzieren und eben nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Das macht aber auch unheimlich Spaß. Es ist total befreiend nicht allzu viele Dinge zu besitzen und zu kaufen, möglichst viel mit dem Fahrrad zu fahren oder verpackungsfrei einzukaufen.

Gebt uns doch drei Tipps für ein bewussteres Konsumverhalten! Wie kann jeder Einzelne ganz einfach was beitragen?

1. Fragt euch bei dem jeder Kaufentscheidung: brauche ich dieses Produkt wirklich?
2. Überlegt euch was mit dem Produkt am Ende des Lebenszyklus passiert? Wird es als Müll irgendwo landen? Kann man es wiederbenutzen oder recyceln?
3. Grüne und nachhaltige Produkte sind toll und oft eine gute Alternativen. Aber auch diese Produkte kann man nicht endlos und ohne nachdenken konsumieren.

Die erste Charge ist ausverkauft. Glückwunsch! Daher kann man auf Eurer Webseite aktuell Produkte vorbestellen. Wann kann man mit der zweiten Produktionsauslieferung rechnen? 

Wir sind ein noch sehr junges Start-up und jede Produktion ist für uns super spannend und aufwendig. Wir haben für die zweite Produktion nun aber fast alles organisiert, sodass wir innerhalb der nächsten Wochen mit der Produktion starten können und im Anschluss dann auch wieder ausliefern können.

Als neue Homebase habt Ihr Euch Nürnberg ausgesucht. Wieso nicht das hippe Berlin? Wieso ausrechnet im schönen Frankenland?

Wir finden, dass es nicht immer beliebte Orte wie Berlin, München oder Hamburg sein müssen. Wir lieben kleinere Städte, in denen wir alles mit dem Fahrrad erledigen können, wir besondere und nachhaltige Ecken kennen und unsere Freunde sind. Malmö war eine solche Stadt und als nächsten Schritt ging es für uns nun nach Nürnberg.

Liegt Euch noch was auf dem Herzen was Ihr den Oh Jaja Lesern und der großen weiten Welt unbedingt mitteilen wollt? Dann raus damit :)

Wir glauben, dass wirklich jeder einzelne von uns etwas bewirken kann und wir alle mehr Nachhaltigkeit in die Welt bringen können. hejhej-mats ist unsere Art und Weise das zu tun und wir freuen uns total, dass uns viele Leute hierbei so unterstützen.


Wo bekommt man die nachhaltigen Yogamatten von hejhej-mats?

Im Online-Shop von hejhej-mats bekommt ihr die helle und die dunkle Yogamatte, eine hejhej Glasflasche und Gutscheine für die Produkte. Vielleicht habt Ihr ja auch einen Yoga-Begeisterten im Freundeskreis, der gerade auf der Suche nach einer neuen Matte ist? Dann erzählt ihm doch mal von diesen extrem schicken Matten. Im Anschluss könnt Ihr Euch noch das Crowdfunding Video ankucken - viel Spaß dabei :)

Schlusswort

Habt Ihr Vorsätze für 2019 gefasst? Seid Ihr schon im Yoga-Fieber oder wollt es auch mal ausprobieren? Ich werd mir jetzt mal die Matte schnappen und ein paar Übungen für den Nacken machen. Danach fühlt man sich einfach gut. Testet es doch auch mal aus!

Liebe Yoga-Grüße
Kerstin


Photo Credit: hejhej-mats

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