Gewürze deluxe // Herbertha

25. August 2019

Über die Liebe zu Zimt, Pfeffer und Kreuzkümmel, wunderschöne Gefäße und was das alles mit dem Label Herbertha zu tun hat!

Ich mag Gewürze. Ganz besonders, wenn sie sich in hübschen, toll gestalteten Gläsern oder anderen Gefäßen befinden und dazu noch mit ner individuellen passenden Etiketten Schrift versehen sind. Ja - da spricht wieder der Verpackungsjunkie aus mir ;) Gib mir ne schöne Verpackung und ich schwebe im siebten Himmel *g*.

Vor meinem Vegetarier Dasein haben mich Gewürze nicht so wirklich interessiert. Zum einen hat meine Mum immer gekocht und mich auch nicht so wirklich an ihre Töpfe gelassen. Sie hatte auch arge Bedenken, dass ich mein Studium in Hamburg nicht überleben werde, weil ich ja nicht kochen kann und dann dementsprechend dort verhungern werde - hihi. Zum anderen stand bei den meisten Rezepten, an die ich mich selbst rangetraut habe, meist: Würzen mit Salz und Pfeffer. Ja - kein Wunder, dass das nach nichts geschmeckt hat. Hinzu kommt, dass ich damals versucht habe mit gefriergetrockneten Kräutern ein bisschen Geschmack hinzubekommen, was natürlich nicht von Erfolg gekrönt war ;)

Aber man wird ja älter und etwas weiser. Mittlerweile habe ich sehr viele tolle, gute Gewürze und kann beim Kochen dementsprechend aus dem Vollen schöpfen. Es gibt bei mir so Dauerbrenner, die ich schon immer super fand und dann wiederum andere, deren Vorzüge ich erst mit der Zeit herausgefunden habe.

Zimt ist und bleibt mein absoluter "all time favourite". Gib mir was mit von dem leckeren Gehölz und ich bin glücklich. Früher hab ich damit meist nur süße Speisen gewürzt wie Milchreis, diverse Kuchen, Porridge & Ähnliches. In der Weihnachtszeit muss ich mich sehr zusammennehmen, dieses nicht in jedes Plätzchenrezept reinzuschmuggeln. Es schmeckt einfach zu gut ;) Doch mittlerweile wird das auch bei Eintöpfen, orientalisch angehauchten Reisgerichten und herzhaften Sachen sehr häufig verwendet. Damals wusste ich auch nicht, dass es unterschiedliche Sorten davon gibt: Cassia und Ceylon. Der letztere stammt hauptsächlich aus Sri Lanka und beinhaltet nur sehr geringe Mengen Cumarin, was in größeren Mengen gesundheitsschädigend ist. Das ist schon echt gemein, dass es sooo lecker ist und trotzdem gefährlich sein kann. Das hätte die Natur mal anders machen sollen ;)

Rettet die Erde!
Sie ist der einzige Planet auf dem es Zimt gibt.

Kerstin von Oh Jaja

Pfeffer fand ich früher so OK. Als Begleitung zu einem Käsebrot ganz gern gesehen, aber nicht besonders aufregend. Ich hatte diesen auch bisher nur ganz fein gemahlen gegessen - eher so eine Art Staub. Das änderte sich mit unserem Urlaub in Lissabon. Dort hatten wir eine sehr coole Ferienwohnung gebucht. Die meisten Grundnahrungsmittel und einige Gewürze waren vorhanden. Unter anderem auch ein eher grob geschroteter Pfeffer, den ich anfangs nicht so recht auf meinem Brotzeit-Brötchen mit Käse, Gurke und Tomate leiden mochte. Doch von Tag zu Tag wurde der besser ;) Seitdem mag ich Pfeffer sehr gerne und probiere auch liebend gerne neue Sorten.

Kreuzkümmel fand ich anfangs ja total furchtbar. Das schmeckte für mich wie Käsefüße ;) Heute dagegen, gibt es kein orientalisch angehauchtes Gericht in das nicht eine ordentliche Portion davon hinein muss. Wenn mir irgendwas besonders gut schmeckt, dann ist da sicher eine Ladung von Cumin enthalten. Übrigens passt Zimt fasst immer zu Gerichten mit Kreuzkümmel - eine sehr geniale Kombination wie ich finde =)

Zu manchen Gewürzen muss man einfach erst mit der Zeit eine Art Liebe entwickeln. Andere dagegen findet man schon immer toll. Mehr als toll finde ich das Label Herbertha, das ich Euch heute vorstellen darf =) Dort bekommt Ihr Bio-Gewürze in ultra hübschen Steinzeugtöpfen. Und wenn Ihr alles aufgebraucht habt, dann könnt Ihr die Mischungen, Kräuter, Zucker und Salze auch im Nachfüllbeutel ordern. Ich bin schock verliebt in diese Gefäße und das minimalistische Etiketten-Design. Deswegen jetzt: Vorhang auf für ein Interview mit der Gründerin von Herbertha =)  


Interview mit Juliett Zieboll von Herbertha

Was wolltest Du als Kind eigentlich werden, wenn Du mal groß wirst? Was hast Du an Ausbildung / Studium etc. vor Herbertha gemacht und wie kam es dazu?

Ehrlich gesagt, kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern, was ich als Kind werden wollte. Ganz unspektakulär, habe ich im Lebensmittelgroßhandel gelernt und mich durch ein nebenberufliches Studium betriebswirtschaftlich weitergebildet.

Warum habt Ihr das Label Herbertha gegründet? Wie kam es zur Idee? Wart Ihr mit den Gewürzen auf dem Markt unzufrieden?

Herbertha war erst eine Schnapsidee, die sich nach und nach zu etwas konkretem entwickelt hat. Ich habe mich schon immer für gute Lebensmittel und Kochen interessiert und Gewürze gibt es tatsächlich häufig nur in ungenügender Qualität. Das Feedback war so toll, dass schnell klar war, wir machen weiter.

Auf Eurer Webseite habe ich was von Herbertha "Spezerei" gelesen. Was genau ist denn eine Spezerei?

Spezereien sind Delikatessen und Spezerei ist ein sehr alter Begriff für ein Delikatessengeschäft oder Gewürzladen. Ich mag das Wort einfach.

Ihr seid eine richtige Manufaktur - d.h alles wird von Hand verarbeitet, gemischt, abgefüllt, etikettiert und verpackt. Puhhh - ich weiß wie viel Arbeit das ist. Wie wichtig ist Euch dieser Prozess und warum habt Ihr diesen Weg gewählt?

Wir haben ja nicht aus der Not heraus gegründet oder wollen das schnelle Geld mit Herbertha machen. Dann hätten wir wirklich etwas anderes machen sollen. Wir haben einfach Spaß am Umgang mit guten Lebensmitteln, tüfteln gerne an Mischungen und freuen uns im Grunde, abgesehen von der Ernte, am ganzen Wertschöpfungsprozess beteiligt zu sein.

Wo kommen Eure Gewürze eigentlich her? Was ist Euch wichtig bei der Lieferantenauswahl?

Die Herkunft ist neben der Qualität das entscheidende Kriterium bei unseren Gewürzen. Mein Vater verbringt den deutschen Winter auf einer Kaffeeplantage in Indien, die auch kleine Mengen Pfeffer und Kardamom anbaut. Durch diese Kontakte haben wir auch andere Kleinbauern kennengelernt, die uns nur beste Ware in kleinen Mengen liefern. Darüber hinaus beziehen wir einige Gewürze von sehr wenigen spezialisieren Bio-Großhändlern, die uns die Herkunft lückenlos belegen können und ihre Lieferanten allesamt persönlich kennen.

Das Design und die Verpackung (Stichwort: Steinzeugtopf) ist einfach unglaublich schön. Ich bin sehr arg verliebt ;) Wie wichtig ist Euch die Präsentation Eurer Produkte und wie lange habt Ihr daran hingearbeitet? Wart Ihr Euch gleich einig oder gab es große Diskussionen?

Mein damaliger Freund, jetzt mein Mann, hat in vielen Nachtschichten an unserem Produktdesign und Markenauftritt gearbeitet. Letztendlich haben wir aber alles ganz demokratisch entschieden. Diskussion gab es eigentlich kaum.

Euer Label Herbertha hat seinen Sitz in Wiesbaden. Angenommen ich komme auf einen Besuch in diese Stadt. Welche Dinge darf ich dort nicht verpassen?

Die Kurstadt Wiesbaden hat sehr schöne Bauten, die zwischen 1850 und 1915 entstanden sind und im Zweiten Weltkrieg verschont blieben. Als Naturmensch würde ich aber immer einen Ausflug in den Rheingau oder den Taunus empfehlen. Wiesbaden ist ein super Startpunkt.

Ich denke jetzt mal, dass Du gerne kochst ;) Welche Richtung (italienisch, indisch etc. ) kochst Du am liebsten und warum?

Ich bin ein riesiger Pastafan, koche aber auch sehr gern asiatisch und tobe mich dann mit unseren Gwürzen aus. Eigentlich mag ich fast alle Küchen.

Welche Gewürze werden Deiner Meinung nach total unterschätzt? Für was eignen diese sich besonders gut?

Kardamom ist eines der unterschätztesten Gewürze über auch, meiner Meinung nach. Die herrliche Frische der Zitrusnoten kann so manchem Gericht Leben einhauchen.

Was ist Dein aktuelles Herberta Lieblingsgewürz und für welche Gerichte eignet es sich besonders gut?

Mein absolutes Lieblingsgewürz ist unser Wildkräutersalz. Ich koche mittlerweile fast ausschließlich damit. Es ist für mich zu einer richtigen Allzweckwaffe geworden.

Kannst Du uns 5 Tipps geben, wie man mit Gewürzen am besten umgeht? Lagerung, Verwendung, Geheimtipps etc.

  • Kauft, wenn möglich, ganze Gewürze und zerkleinert sie erst kurz vor ihrer Verwendung.
  • Probiert mal das Rösten von Gewürzen, insbesondere Koriander Saat, aus. Da entfalten sich ganz neue Aromen.
  • Zimt ist kein Weihnachtsgewürz - auch zu herzhaften Gerichten passt er wunderbar!
  • Auch wenn wir natürlich viele Gewürzmischungen im Angebot haben, würde ich jedem raten, sich selbst an ein paar Mischungen zu probieren. Das ist leichter, als man denkt und macht sehr viel Spaß.
  • Und: Nehmt euch mal die Zeit und probiert verschiedenen Pfeffersorten zu unterschiedlichen Gerichten aus. Ihr werdet schnell feststellen, dass Pfeffer nicht gleich Pfeffer ist.

Soweit ich weiß habt Ihr Ende 2018 gegründet. Was sind Euere Ziele für 2019? Was wünscht Ihr Euch für Herbertha?

Wir hatten noch nie eine Retoure unserer Gewürze. Es wäre herrlich, wenn das so bleiben würde.


Wo bekommt man die hübschen Gewürze von Herbertha?

Ihr könnt alles ganz easy von der Couch aus im Online-Shop von Herbertha bestellen =) Im Sortiment sind: Gewürze, Kräuter, Mischungen, Salze, Zucker & Blüten und Sets. Die Sachen gibt es jeweils im Steinzeugtopf oder praktischerweise auch als Nachfüllbeutel. Ihr könnt Euch bei Herbertha auch thematisch durch den Shop bewegen und Stöbern bei: Frühlingsgefühle, Grillen & BBQ, Frühstücksgewürze, Backen & Desserts, Asiatische Küche und Für Getränke. Im Bereich Zubehör findet Ihr Holzlöffel, Mörser, Holzkisten & mehr. Macht sich super als Mitbringsel oder auch als Geschenk für die Foodies unter Euch! Leute - Ihr wisst ja, dass Weihnachten wieder so plötzlich da sein wird ;) Also schreibt es schon mal auf die Liste =)

Schlusswort

Was sind Eure Lieblingsgewürze? Was fandet Ihr zunächst doof an Kräutern & Co. und könnt aber jetzt nicht genug davon bekommen? Ich bin gespannt =)

Liebe Grüße
Kerstin


Photo Credit: Herbertha

 

Ähnliche Artikel, die Dich interessieren könnten:

Gewürze von SoulSpice
Gewürze fürs Auge und für die Seele // SoulSpice
Late Night Breakfast Granola von HeyHo
Schnödes Müsli war gestern. Granola ist heute // HEYHO!